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SSRQ SG III/4 13040630

Graf Hugo II. von Werdenberg-Heiligenberg stellt dem Bischof von Chur, Siegfried von Gelnhausen, einen Pfandlösungsrevers aus für den Hof Sevelen und übernimmt die Währschaft gegenüber den Gläubigern, die er für den Bischof ausbezahlt hat

1304 Juni 30. Feldkirch

Graf Hugo II. von Werdenberg-Heiligenberg stellt dem Churer Bischof Siegfried von Gelnhausen einen Pfandlösungsrevers aus für den Hof Sevelen und übernimmt die Währschaft gegenüber den Gläubigern, die er für den Bischof ausbezahlt hat. Er verspricht, dem Bischof dafür 100 Mark zu bezahlen. Graf Hugo hatte schon vorher 100 Mark als Pfand auf dem Hof.

Hugo II. von Werdenberg-HeiligenbergPerson übernimmt hier den Hof SevelenOrt als Pfand vom Churer Bischof SiegriedPerson. Dadurch kommt der Hof mit der Burg HerrenbergOrt in Besitz der Werdenberg-HeiligenbergOrganisation und die GrenzeBegriff der Grafschaft WerdenbergOrt verlängert sich nach Süden (Gabathuler 2015, S. 91). Zuvor zählen nur die Burg WerdenbergOrt mit den Kirchspielen BuchsOrt und GrabsOrt, die Stadt BludenzOrt und die KlostervogteiBegriff St. JohannOrt im Thurthal zum Besitz der Werdenberg-Heiligenberg (Gabathuler 2010c, S. 245). Der Hof Sevelen ist jedoch bis zum Kauf 1397Datum: 1397 (SSRQ_SG_III_4_13971101) nur als Pfand in Besitz der Werdenberg-Heiligenberg.

1208Datum: 1208 erscheint Sevelen in Besitz des Klosters ChurwaldenOrt (BUB II, Nr. 515) und 1228Datum: 1228 als VizedominatBegriff des Bistums ChurOrganisation (UBSSG, Bd. 1, Nr. 339). Bis zur VerpfändungBegriff von 1304Datum: 1304 an die Werdenberger verbleibt der HofBegriff in Besitz des Churer Bistums.

Ende des 14. Jh.Datum: – entsteht zwischen den Werdenbergern und dem Bischof von Chur ein Streit um die Zugehörigkeit des Hofs Sevelen (SSRQ_SG_III_4_13971101).

Die drei Höfe am Sevelerberg sind im Besitz der Sargenser Grafen. 1361Datum: 1361 verkauft Graf Rudolf IV. von Werdenberg-SargansPerson mit seinem Sohn dem Kloster PfäfersOrganisation u. a. die beiden Höfe BlankenhusenOrt und BlattenOrt in St. UlrichOrt bei Sevelen (SSRQ SG III/2.1, Nr. 11c). Diese Höfe bleiben als Lehenshöfe in Besitz des Klosters bis zu dessen Auflösung im 19. Jh.Datum: – Vgl. dazu StiAPf Urk. 02.09.1364; StiAPf Urk. 20.09.1364; StiAPf I. 16. p. Nr. 5; StiAPf V. 17. a., Nr. 1; Nr. 2; Nr. 8; StASG AA 3 A 04-5a; StiAPf Cod. Fab. 129; PGA Sevelen Nr. 17. Zu den Höfen am Sevelerberg vgl. ausführlich Gabathuler 2011, S. 246–251.

Frühe Erwähnungen von Sevelen (14. Jh.Datum: – ) vgl. auch UBSSG, Bd. 2, Nr. 968; LUB I/2, Nr. 37; SSRQ_SG_III_4_13890520; SSRQ_SG_III_4_13900923.

Editionstext

Graf Hugo II. von Werdenberg-HeiligenbergPerson stellt dem Bischof von Chur, Siegfried von GelnhausenPerson, einen Pfandlösungsrevers aus für den Hof SevelenOrt und übernimmt die WährschaftBegriff gegenüber den GläubigernBegriff, die er für den Bischof ausbezahlt. Quamquidem summam C. marcarum predictam nobis ad curiam in SevelenOrt, que prius nobis pro C. marcis argenty cum suis pertinenciis et iuribus universis extitit obligata, modo supperaddidit et sic eadem curia in SevelenOrt pro C. marcis argenti et pro C. marcis ponderis supradicti nobis cum suis pertinenciis rationabiliter titulo pignoris obligatur. Facta est hec obligacio predicte curie in SevelenOrt cum suis pertinenciis favore et consensu tocius sui capituli unanimiter accedente.1

Anmerkungen

    1. Nach der Edition im BUB IV, Nr. 1793.