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SSRQ SG III/4 14200726

Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, XIV. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons St. Gallen, Dritter Teil: Die Landschaften und Landstädte, Band 4: Die Rechtsquellen der Region Werdenberg: Grafschaft Werdenberg und Herrschaft Wartau, Freiherrschaft Sax-Forstegg und Herrschaft Hohensax-Gams, von Sibylle Malamud

Zitation: SSRQ SG III/4 14200726

Lizenz: CC BY-NC-SA

Graf Hugo V. von Werdenberg-Heiligenberg verleiht den Zoll in St. Ulrich und die Taverne in Sevelen an die Brüder Hans, Heinz, Ulrich und Lienhart Grafer

1420 Juli 26

Graf Hugo V. von Werdenberg-Heiligenberg verleiht den Zoll in St. Ulrich und die Taverne im Seveler Kirchspiel zusammen mit 2.5 Juchart Acker bei Rotenberg in Räfis und 1.5 Juchart Acker bei Krauerzell an die Brüder Hans, Heinz, Ulrich und Lienhart Grafer (die Grauffer). Das Lehen ist schon lange im Besitz der Familie.

Der Aussteller siegelt.

  • Signatur: StASG AA 3 U 01
  • Frühere Signatur: StASG AA 3 U 1
  • Originaldatierung: 1420 Juli 26
  • Überlieferung: Original
  • Beschreibstoff: Pergament
  • Format B × H (cm): 26.5 × 16.5 (Plica: 1.5)
  • 1 Siegel:
    1. Hugo V. von Werdenberg-HeiligenbergPerson, angehängt an Pergamentstreifen, fehlt
  • Sprache: Deutsch

  • Signatur: KA Werdenberg im OA Grabs, Nr. 10-15
  • Originaldatierung: 1836 November 7
  • Überlieferung: Abschrift (Einzelblatt)
  • Beschreibstoff: Papier
  • Format B × H (cm): 21.0 × 29.5
  • Sprache: Deutsch

  1. Obwohl die Grafen von Werdenberg-HeiligenbergOrganisation bereits Anfang des 15. Jh.Datum: – ihre Grafschaft Werdenberg an die Grafen von Montfort-TettnangOrganisation verlieren, zeigt die Urkunde, dass sich die Hoheitsrechte über den Zoll, die Taverne in SevelenOrt sowie über gewisse Güter noch 1420Datum: 1420 in ihrem Besitz befinden.

    Siehe dazu auch die Verleihung des Zolls und des Tavernenrechts in Sevelen durch Graf Heinrich II. von Werdenberg-RheineckPerson vom 25. Februar 1390Datum: 25.2.1390 (SSRQ_SG_III_4_13900923) sowie die Regelung des Tavernenrechts in SevelenOrt von 1653Datum: 1653 (SSRQ_SG_III_4_16530922).

  2. Der Urkunde liegt ein Couvert bei mit folgendem Registraturvermerk auf der Rückseite: Werd.Werdenberg No 1; Gew.Abkürzung: B Zoll und tafern zu St. Ulrich (nebst Kopie) 1420. NB: Von diesem brief ist mit bewilligung des departementes im octob.Abkürzung: 1836 dem h. Abkürzung: g.ammanngerichtsammann VetschPerson in GrabsOrt eine abschrift gemacht worden. Dabei handelt es sich wohl um die Abschrift in KA Werdenberg im OA Grabs, Nr. 10-15.

Editionstext

Wir, grauff Hug von Werdenberg und herr zu dem HayligenbergPerson, bekennen und vergehent offenlich
mit disem brief, daz zu uns komen ist uff den tag, als diser brief geben ist, HansPerson und Hainz, die GraufferPerson
gebruͦder, und htndhettend uns die furbraucht und gar ernschlich gebetten, söllichy guͦter, so sye nach an disem
brief geschriben stant, in und iren bruͦderen ze lehen lychen, als sy und ir vorderen jetz lang zyt von unseren
vorderen der herrschaft zu WerdenbergOrt in lehens wyse inne gehept hand.
Und sind daz die guͦter: Detz ersten der
zollBegriff zu Sant UͦlrichOrt und die schenkenBegriff und dafernBegriff ze SevellenOrt in dem kirchspellBegriff und drithalb joͤchartFlächenmass: 2.5 Jucharten Acker
akkerBegriffs ze RevisOrt, hinder WaltinPersons hofstatt gelegen ze RottenbergOrt, und anderhalb joͤchartFlächenmass: 1.5 Jucharten Acker akkers gelegen
ze KauerzellOrt.
Und also haben wir angesehen soͤllich ernschlich bett, so HansPerson und Haintz, die GraufferPerson gebruͦder,
uns getaͤn hand und habent in und iren bruͦderen UͦlrichPersonen und LyenhartPersonen die obgeschrybnen lehen mit ir aller
zuͦgehoͤrd, als sy und ir vorderen redlich herbraucht htndhettend, ze lechen verlichen mit unserer hand in lehens wyse
und waz wir in daran von billich und recht lychen sölnt oder mugent, doch uns und unserer herrschaft ze WerdenbergOrt
an der lehenschaft unschaͤdlich und och maͤnglich an sinen rechten unschaͤdlich.
Ouch hand uns die obgenobgenannten HansPerson
und Haintz, die GraufferPerson, fur sich und der obgenobgenannten ir zwen bruͦder truilich verhayssen und och dez ainen gelerten
ayd gesworn uns ze tuͦnd, als denn ain jeglich lehenmanBegriff sinen lehenherrBegriffen von billich und raht tuͦn
sol, aͤn gevaͤrd.
Dez ze urkund haben wir in disen brief geben, besigelten mit unserem anhangenden
insigel, der geben ist an frytag nach san JacobPersons tag nach CristPersons geburt, vierzehenhundert jar und in dem
zwantzigesten jar.
Originaldatierung: 26.7.1420
|Seitenumbruch
[Vermerk auf der Rückseite von Hand des 15. Jh.:] Der brieff wist
umb den zoll
und tafern zu
Sant UͤlrichOrt a
[Registraturvermerk auf der Rückseite:] c
N. 127
W. No. 1

Anmerkungen

  1. Hinzufügung auf Zeilenhöhe von späterer Hand: etcAbkürzung: et cetera anno 1420Hinzufügung überschriebenb.
  2. Streichung: No. 179.