Rechtsquellenstiftung
des Schweizerischen Juristenvereins
Die Rechtsquellenstiftung ist ein schweizerisches Forschungsunternehmen, das Quellen
alten Rechts bis 1798 in der Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen ediert.

Thurgau


Oben: Gerichtsherrschaften der Landgrafschaft Thurgau um 1750 («Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte», 2, 1861, nach S. 96).
Unten: Allgemeiner Gerichtsherrenvertrag vom 20. Juli 1509 (StATG 0'70'0 0/1).

 

Landeshoheit im Kanton Thurgau

 

 

Bearbeitende:

 

Dr. phil. Doris Stöckly
c/o Staatsarchiv Thurgau
Zürcherstrasse 221
CH-8510 Frauenfeld

 

Tel.:    0041 (0)58 345 15 92
Fax:    0041 (0)58 345 16 01

 

E-Mail

 

lic. phil. Erich Trösch
c/o Staatsarchiv Thurgau
Zürcherstrasse 221
CH-8510 Frauenfeld

 

Tel.:    0041 (0)58 345 15 90
Fax:    0041 (0)58 345 16 01

 

E-Mail

 

 

 

Kurzbeschrieb des Projekts:

 

Da der heutige Thurgau aus über 130 kleinen Einzelherrschaften mit äusserst unterschiedlicher Rechtssituation bestand, die keine geographischen Einheiten bildeten, befassen sich die ersten Rechtsquellenbände mit der Landeshoheit, die von den Eidgenossen um 1460 von den Habsburgern schrittweise übernommen und durchgesetzt wurde. Diese greift in vielen Gebieten über das Instrument der eidgenössischen Abschiede sehr tief in die niedere Gerichtsbarkeit ein, so dass ein umfassendes Bild der rechtlichen Situation und Entwicklung entstehen kann.

 

Mit dem Thurgauer Urkundenbuch, das  (fast) alle Urkunden bis 1400 ediert, ist die Zeit bis 1400 relativ gut erschlossen, deshalb deckt die RQ-Edition die Zeit von 1400 bis 1798 ab.

Website

 

 

Projektrelevante Publikationen:

 

STÖCKLY Doris, Wer fischt denn da? – Das Kloster Kreuzlingen beim Thurgauer Landgericht, in: Der Thurgau im späten Mittelalter, Bd. 2: Alltag und Wirtschaft, hg. v. S. Volkart (erscheint 2015), S. 193–203.

 

SALATHÉ André, Die Rechtsquellen-Edition des Kantons Thurgau, in: Clio küsst den Thurgau. Der Historische Verein und die Geschichtsforschung im Thurgau 1859–2009, hg. von Verena Rothenbühler und André Salathé (Thurgauer Beiträge zur Geschichte 145), Frauenfeld 2009, S. 81–95.

 

STÖCKLY Doris, Thurgauer Rechtsquellen aus dem Stiftsarchiv St. Gallen, in: Schatzkammer Stiftsarchiv St. Gallen. Miscellanea Lorenz Hollenstein, hg. von Peter Erhart, Dietikon-Zürich 2009, S. 62–67.

 

STÖCKLY Doris, Die Thurgauer Rechtsquellenedition unter dem Aspekt der Landeshoheit – ein Werkstattbericht, in: SZG 58, 2008, Nr. 1, S. 51–67.

 

TRÖSCH Erich, HLS-Kantonsartikel Thurgau: Kap. 2: Spätmittelalter bis 18. Jahrhundert und Kap. 3: Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur vom Spätmittelalter bis ins 18. Jahrhundert.

 

TRÖSCH Erich, «Historische Grenzsteine», Frauenfeld 2007.

 

Pressemitteilungen:

 

Nach 1735 und 1847 eine Neuauflage. Die bedeutendste mittelalterliche Gesetzessammlung der Stadt Zürich, der «Zürcher Richtebrief», liegt in einer neuen kommentierten Ausgabe vor. Für den Thurgau folgt Entsprechendes 2014 (pd/che), in: Thurgauer Zeitung vom 4. März 2011.